Zymia

Göttin der Zwietracht

Entstehung

Nahili, wütend über ihre Unfähigkeit Phönix zu vernichten, stieß einen Schrei aus – einen Schrei so laut und durchdringend, dass er durch den gesamten schwarzen Ozean hallte. Dieser Schrei wehte Phönix' Asche in alle Richtungen, streute sie in den Wind und riss auseinander, was zusammengehörte. Aus diesem Moment der Trennung, aus diesem ersten Konflikt zwischen dem, was war, und dem, was sein sollte, wurde Zymia geboren. Sie ist die Tochter von Nahilis Zorn und Phönix' verstreuter Essenz – weder ganz Dunkelheit noch ganz Licht, sondern das Chaos dazwischen.

Wesen und Domäne

Zymia ist die Göttin der Zwietracht, der Spaltung und des Konflikts. Wo Praetor für Ordnung steht und Chaos für das Potenzial der Veränderung, steht Zymia für die aktive Störung der Harmonie:

  • Zwietracht zwischen Freunden
  • Missverständnisse zwischen Liebenden
  • Krieg zwischen Nationen
  • Neid zwischen Geschwistern
  • Verrat innerhalb von Familien Sie ist nicht unbedingt böse – Konflikt kann auch Wachstum bedeuten, kann Stagnation aufbrechen und Veränderung erzwingen. Aber sie ist gefährlich, unberechenbar und zerstörerisch.

Manifestation

Zymia erscheint nie zweimal gleich. Mal ist sie eine verführerische Schönheit, mal eine verhärmte Alte, mal ein spöttischer Junge. Ihre einzige Konstante ist ihre gespaltene Natur – eine Hälfte ihres Gesichts lächelt, die andere weint. Ein Auge brennt wie Feuer, das andere friert wie Eis. Sie flüstert in die Ohren der Menschen, verstärkt Ängste, schürt Eifersucht und sät Misstrauen. Wo sie geht, folgen Streit und Trennung.

Diener und Nachkommen

Aus Zymias Wesen entstanden die Dämonen – Wesen des reinen Chaos und der Zerstörung, die Freude an Leid und Konflikt finden. Sie sind nicht wie die Teufel, die kalkulieren und planen. Dämonen sind pure, wilde Zwietracht. Zymia gebar auch eine eigene Art von Drachen – jene, die das Chaos in sich tragen, die unberechenbar und gefährlich sind, getrieben von Launen und Begierden statt von Gesetzen oder Ordnung.

Verehrung

Zymia wird offen von niemandem verehrt, außer von jenen, die die Welt brennen sehen wollen. Doch insgeheim beten Intriganten, Kriegstreiber und Rachelustige zu ihr. Ihre "Tempel" sind Schlachtfelder, zerbrochene Familien und ruinierte Freundschaften. Opfergaben an Zymia sind Geheimnisse, die nicht hätten enthüllt werden dürfen, Versprechen, die gebrochen werden, und Treue, die verraten wird.