Verim
Entstehung
Verim war eines der unzähligen Kinder, die Azaria in ihrer Einsamkeit gebar – jedes ein Gott, jedes eine Welt. Doch Verim war besonders. Während ihre Geschwister still und in sich gekehrt blieben, suchte Verim nach Gemeinschaft. In der Gestalt eines blauen Schwans flog sie durch den schwarzen Ozean und fand drei ihrer kleineren Geschwister: Mesis, Atkari und Leras. Die drei waren allein und verängstigt. Verim nahm sie unter ihre Schwingen und führte sie zu ihrem Vater Phönix. Dort, im Licht der Sonne und der Wärme ihres Vaters, nahmen sie alle ihre wahren Formen an – Verim als fruchtbare Welt, ihre Geschwister als ihre treuen Monde.
Wesen und Natur
Verim ist keine entfernte, abstrakte Gottheit. Sie IST die Welt. Jeder Berg ist ihr Knochen, jeder Fluss ihr Blut, jeder Wald ihr Atem. Verim ist lebendig, bewusst, aber ihr Bewusstsein ist so umfassend und langsam, dass sterbliche Wesen es kaum wahrnehmen können. Sie ist die nährende Mutter aller Kreaturen, die auf ihr leben. Sie ist die Bühne, auf der sich das Drama der Schöpfung entfaltet. Sie ist geduldig, gütig, aber auch mächtig – fähig, mit Erdbeben, Vulkanen und Stürmen zu sprechen.
Verim und Madan
Als Chaos das Wesen Madan auf Verim setzte, war dies wie ein Samen, der in fruchtbaren Boden fiel. Verim beobachtete fasziniert, wie Madan ihre Oberfläche formte – Berge erhob, Flüsse grub, den ersten Baum pflanzte. Sie half ihm, wo sie konnte, ließ Quellen sprudeln, wo er Wasser brauchte, und ließ den Boden fruchtbar sein, wo er säte. Madan war ihr erster Gärtner, und die Menschen, die er schuf, waren wie kleine Finger, mit denen Verim ihre eigene Oberfläche gestalten konnte.
Die drei Monde - Verims Geschwister
Die ewige Wache
Mesis, Atkari und Leras umkreisen ihre große Schwester seit Anbeginn. Sie sind ihre Beschützer, ihre Begleiter und ihre Boten. Jeder von ihnen wacht über einen anderen Aspekt des Lebens auf Verim.