Elfen

Ursprung und Entstehung

Die Kinder von Leras

Die Elfen entstammen nicht Verim selbst, sondern ihrer jüngeren Schwester Leras, dem größten Mond. Der Sage nach erhob sich das erste Elfengeschlecht aus der Gischt einer gewaltigen Flutwelle – geboren aus dem Schaum des Meeres, geformt von Leras' launischer Kraft, durchdrungen von der wilden Freiheit des Ozeans.

Diese ersten Elfen, die Leras-Elfen, waren in ihrem Wesen den Dryaden sehr nahe. Sie waren wilde und freie Kreaturen, halb materiell, halb geistig, eng verbunden mit den Traumlanden – jener Dimension, die aus den unterbewussten Wünschen, Ängsten und Hoffnungen aller lebenden Kreaturen besteht.

Die Verbindung zu den Traumlanden

Die ursprünglichen Leras-Elfen hatten eine einzigartige Gabe: Sie konnten in die Träume jeder lebenden Kreatur eindringen und durch Wälder in die Traumlande gelangen. Dort konnten sie Tage, Wochen oder Jahre verbringen, während in der materiellen Welt nur Augenblicke vergingen.

Diese tiefe Verbindung zu den Traumlanden prägte die elfische Kultur grundlegend:

  • Ihre Kunst war traumhaft und surreal
  • Ihre Magie berührte die Grenzen der Realität
  • Ihr Verständnis von Zeit war fundamental anders als das anderer Völker
  • Sie sahen die Welt nicht als festes Konstrukt, sondern als formbares Gewebe

Die Erbsünde und der verlorene Schlaf

Das Vergessene Verbrechen

Heute schlafen Elfen nicht mehr – sie halten stattdessen eine Meditation, um sich zu erholen. Der Grund hierfür ist in den Nebeln der Zeit verloren gegangen, doch einige glauben, dass Elfen aufgrund einer Erbsünde nicht mehr schlafen können, die es ihnen verbietet, in die Traumlande zu gelangen. Was genau geschah, ist selbst den ältesten elfischen Weisen unbekannt. Manche Theorien sprechen von:

  • Einem Pakt mit Mesis, der schiefging
  • Einem Frevel gegen Leras selbst
  • Einem Krieg in den Traumlanden, der die Elfen verbannte
  • Einer Liebe zwischen einem Elf und einem Traumwesen, die tragisch endete

Das Wissen über dieses Ereignis ging mit der tredanischen Eroberung verloren, als unzählige elfische Archive verbrannten und die Hohepriester – die Hüter der ältesten Geheimnisse – getötet wurden.

Die Folgen des Verbots

Der Verlust des Zugangs zu den Traumlanden prägt das moderne elfische Wesen:

  • Elfen sind melancholisch und sehnsüchtig, stets auf der Suche nach etwas Verlorenem
  • Ihre Kunst versucht verzweifelt, die Traumlande nachzubilden, die sie nie wieder betreten können
  • Ihre Meditation ist ein schwacher Ersatz für den echten Schlaf – erholsam, aber nicht erfüllend
  • Manche Elfen werden von Visionen heimgesucht – Echos der Traumlande, die sie nicht erreichen können

Elfische Kultur vor Tredanien

Die Prätredanische Ära

Die Kultur der Hochelfen wird in eine prä- und posttredanische Ära eingeteilt. In der prätredanischen Ära war die elfische Zivilisation eine der fortschrittlichsten auf Verim.

Gelehrsamkeit und Magie

Die Gelehrten der Elfen beschäftigten sich vor allem mit:

  • Den schwarzen Ozeanen und den fremden Sphären, die sich darin verbargen. Tredanische Magier vermuten das darauf die schwarzen Portale der Elfen basieren.
  • Der Natur der Realität und ihren Grenzen
  • Den alten Strömungen – einer Form der Magie, die Energie aus allem Lebendigen zog

Ihre Zauberer wussten um die Existenz dessen, was menschliche Kleriker als ihr Pantheon verehren, schrieben diesen Göttern aber weitaus weniger Willen und Vernunft zu. Für die Elfen waren Phönix, Nahili und die anderen keine bewussten Götter, sondern kosmische Kräfte – mächtig, aber nicht notwendigerweise intelligent.

Gesellschaftsstruktur

Entgegen des allgemeinen Glaubens hatten Elfen nie eine zentrale Regierung:

  • Es gab keine Elfenkönige im Sinne eines obersten Herrschers
  • Die höchste politische und soziale Position war die eines Hohepriesters
  • Hohepriester führten ihresgleichen in Zeiten der Not
  • Sie standen den wenigen Städten und Festungen vor, die die Elfen errichtet hatten
  • Viele Siedlungen verwalteten sich selbst Die legendären Hohepriester waren Wesen reinster Energie – nur ein Priester, der so eng mit den Geistern im Bunde war, dass er seine körperliche Hülle abstreifen konnte, konnte diesen Zustand erreichen.

Lebensweise

Das einfache Volk der Elfen bestand vor allem aus:

  • Bauern, die in Harmonie mit den Wäldern lebten
  • Jägern, die niemals mehr nahmen, als der Wald geben konnte
  • Handwerkern, deren Werke gleichzeitig Kunst und Funktion waren

Aufgrund ihres freigeistigen Wesens errichteten Elfen selbst in ihrer Blüte nur wenige Städte. Stattdessen gründeten sie überall Siedlungen und vergrößerten so ihr Territorium – ein organisches Wachstum statt geplanter Expansion.

Auch lebten Elfen nicht ausschließlich in Wäldern, wie viele heute glauben. Dieser Irrtum rührt aus den letzten Jahren des Elfenkrieges her, als die wenigen verbleibenden Truppen in dichte Urwälder zurückzogen und Frauen und Kinder dort Flüchtlingslager errichteten.

Der Elfenkrieg und die Tredanische Eroberung

Der Vormarsch der Menschen

Vor etwa 300 bis 350 Jahren begann Tredanien unter der Führung der Viromeer-Familie systematisch, alle Anderlinge aus ihren angestammten Gebieten zu vertreiben. Die Elfen, die über fruchtbare Länder und reiche Wälder geboten, waren eines der Hauptziele.

Die Tredanier brachten überlegene Zahlen, unerschütterliche Kampf-Disziplin und rücksichtslose Taktiken. Etwas weiter ausgeführt, hab die Menschen sich nicht nur schneller vermehrt, sie waren auch besser darin in kleinen Gruppen und großen Armeen zu agieren und scheuen nicht Mitteln zurück, die in der Moralvorstellung der Elfen schlicht undenkbar waren.

Das Massaker im Urwald

Der Wendepunkt des Krieges kam durch Gustur kel Erwyn Viromeer, General der ersten Armee von Tredanien. Als der Vormarsch der Tredanier ins Stocken kam, weil sich die Elfen in ihren Waldfestungen versteckten, legte er einen radikalen Plan vor:

Alles Öl und Pech, das sich auftreiben ließ, wurde angekarrt und auf den Wald abgefeuert, in dem sich die Elfen versteckten. Auf einem Gebiet von mehr als 500 Hektar brannte ein Urwald nieder, der Jahrtausende überdauert hatte.

Mehr als 15.000 Elfen starben in den Flammen, die sie umzingelt hatten. Die wenigen, die dem Inferno entkamen, wurden von Gusturs Truppen gestellt und abgeschlachtet. Ohne nur einen einzigen Mann im Kampf zu verlieren, löschte Gustur die letzte verbleibende Stadt der Elfen auf tredanischem Territorium aus.

Für die Tredanier ist Gustur ein legendärer Held und brillanter Stratege. Für die Elfen ist er ein feiger Mörder, dessen Name mit Gift ausgesprochen wird.

Die Folgen

Nach der Eroberung: wurden elfische Städte geplündert, ihre Schätze gestohlen. Durch elfische Fallen und den Willen, ihre Weisheiten vor den Menschen um jeden Preis zu schützen, zerstörten die elfischen Gelehrten Jahrtausende an Wissen. Die Überlebende wurden versklavt, vertrieben oder getötet. Elfische Sprachen, Traditionen und Religionen wurden in Tredanien verboten und die heiligen Stätten der Elfen wurden entweiht oder überbaut. Die größte Tragödie war der Verlust der Bibliothek von En'Hie, der größten Sammlung elfischen Wissens. Bis heute versperrt elfische Magie den Weg in das Allerheiligste. Die Menschen haben nur Zugang zu den äußeren Bereichen – aber selbst diese Fragmente haben ihnen völlig neue Einsichten in die Welt ermöglicht.

Die Elfischen Völker

Aus den ursprünglichen Leras-Elfen entwickelten sich über die Jahrtausende verschiedene Unterarten:

Hochelfen

Die Hochelfen sind jene Elfen, von denen Menschen meist sprechen, wenn sie von "Elfen" reden:

Erscheinung

  • Schlank und grazil, durchschnittlich 1,70-1,90m groß
  • Spitze Ohren – das erkennbarste Merkmal
  • Helle Haut, oft mit goldenem oder silbernem Unterton
  • Haare in natürlichen Farben: Gold, Silber, Kupfer, Schwarz, Braun
  • Große, mandelförmige Augen in leuchtenden Farben
  • Alterungslos – ein 300 Jahre alter Elf sieht aus wie mit 25

Lebensspanne

Hochelfen können 800-1000 Jahre alt werden, manche behaupten sogar länger. Sie altern jedoch nicht linear. Elfen werden mit 16 bis 20 Geschlechtsreif und gelten mit 100 Jahren als erwachsen und als vollwertiger Teil der elfischen Gesellschaft. In diesem Zustand bleiben sie von 100-700 Jahren und beginnen in ihren letzten 50-100 Jahren rapide sie zu altern.

Charakter und Kultur

Anders als früher, sind Hochelfen sehr misstrauisch geworden. Eine Eigenschaft die eigentlich völlig gegen ihre Natur geht. Ihr Stolz gegenüber kurzlebigeren Völkern lässt sie darüber hinaus arrogant wirken. Durch ihr langes Leben funktioniert Planung und kulturelle Entwicklung bei Elfen sehr anders. Elfische Gemeinden planen Jahrzehnte und Jahrhunderte im voraus.

Waldelfen

Erscheinung

  • Schlank und sportlich, durchschnittlich 1,70-1,90m groß
  • Spitze Ohren
  • Gebräunte Haut, oft mit beigen oder sogar grünlichen Flecken
  • Haare oft Braun oder Schwarz, selten auch dunkelblond und rot.
  • Große, mandelförmige Augen in Erdtönen
  • Alterungslos – ein 300 Jahre alter Elf sieht aus wie mit 25

Lebenspanne

Waldelfen haben dieselbe Lebenserwartung wie Hochelfen.

Charakter und Kultur

Waldelfen lebten und leben deutlich zurückgezogener als Hochelfen in sehr kleinen Familiengruppen in Wäldern als Halbnomaden. Waldelfen bauen kleine Dörfer, durch die sie über das Jahr ziehen. Einzige Ausnahme hier sind Waldelfen-Druiden die den Großteil ihrer Zeit an ihrem Hain verweilen und diesen Beschützen.

Halbelfen (Bastardelfen)

Halbelfen sind eine Seltenheit und eine Tragödie:

Entstehung

Die meisten Halbelfen sind das Ergebnis:

  • Ungewollter Schwangerschaften nach Übergriffen während des Krieges
  • Verbotener Liebschaften zwischen Elfen und Menschen
  • Versklavung elfischer Frauen

Eigenschaften

  • Größer als Elfen (1,70-1,85m), kleiner als Menschen
  • Spitze, aber kürzere Ohren
  • Menschlichere Gesichtszüge, aber mit elfischer Grazilität
  • Lebensspanne von nur 40-50 Jahren
  • Unfruchtbar – können selbst keine Kinder zeugen

Gesellschaftliche Stellung

Halbelfen werden nirgendwo richtig akzeptiert:

  • Menschen verachten sie als Anderlinge
  • Elfen verachten sie wegen ihres Menschenblutes
  • Viele werden als Säuglinge in der Krippe getötet
  • Die meisten leben als Ausgestoßene und Vagabunden
  • In den südlichen Stadtstaaten sind sie am ehesten geduldet

Ihre Unfruchtbarkeit und kurze Lebensdauer machen sie zu Symbolen des Verfalls – lebende Erinnerungen daran, dass manche Dinge nicht vermischt werden sollten.

Eladrin

Die Eladrin sind jene Elfen, die in den Traumlanden geblieben sind:

  • Sie sind die reinsten Nachfahren der ursprünglichen Leras-Elfen
  • Können noch immer zwischen Traumland und Realität wechseln
  • Erscheinen "unwirklich", fast durchscheinend
  • Ändern ihr Aussehen mit den Jahreszeiten:
    • Frühling: Jugendlich, verspielt, mit Blumen im Haar
    • Sommer: Kraftvoll, leidenschaftlich, mit goldenem Schimmer
    • Herbst: Nachdenklich, melancholisch, in Rot- und Brauntönen
    • Winter: Kalt, distanziert, mit eisigem Glanz

Eladrin betrachten die materiellen Elfen mit einer Mischung aus Mitleid und Verachtung – sie sind "gefallen", erdgebunden, nicht mehr frei.

Dunkelelfen (Drow)

Die Dunkelelfen sind das dunkelste Kapitel der elfischen Geschichte:

Die Ursprungslegende

Legenden berichten von einer machthungrigen elfischen Hohepriesterin Loth, die einen Pakt mit der großen Spinne Laethoth schmiedete. Die Spinne sollte ihr Zutritt zur Höhle der Geister gewähren, einem sagenumwobenen Ort des Wissens, an dem man alles lernen konnte.

Im Gegenzug sollte Loth der Spinne ihr Erstgeborenes opfern. Loth akzeptierte, stahl jedoch das Kind ihrer Schwester. Die Spinne durchschaute die Täuschung und verfluchte Loth.

Loth konnte zwar in die Höhle der Geister entkommen, wurde dort aber gefangen. Von dieser Höhle aus begab sie sich in die Träume ihrer Jünger, die ihr in die Unterreiche folgten und zu den ersten Dunkelelfen wurden.

Erscheinung

  • Dunkle, anthrazitfarbene bis tiefschwarze Haut
  • Schneeweiße oder silberne Haare
  • Violette, rote oder weiße Augen, die im Dunkeln leuchten
  • Schlank und grazil wie alle Elfen
  • Dunkelsicht – können in absoluter Dunkelheit sehen
  • Lichtempfindlich – Sonnenlicht blendet sie schmerzhaft

Gesellschaft

Die Drow leben in einem strikten Matriarchat:

Frauen:

  • Herrschen über alle Aspekte der Gesellschaft
  • Dienen als Priesterinnen der Spinne Loth
  • Sind die einzigen, denen Zauberei vergönnt ist
  • Treffen alle politischen Entscheidungen

Männer:

  • Werden Jäger, Späher, Krieger
  • Einfache Handwerker und Bauern
  • Haben keine politische Macht
  • Gelten als minderwertig

Kultur

Die Drow-Kultur ist eine pervertierte Version der alten Elfenkultur:

  • Sklaverei ist üblich – besonders menschliche Sklaven
  • Rücksichtslosigkeit wird belohnt
  • Verrat ist eine Kunst
  • Stärke durch Grausamkeit
  • Wissen wird um jeden Preis gesucht

Die Drow müssen sich in den Unterreichen gegen Monster wie Erdkolossen und Landhaien behaupten. Ihr Wissen über die Unterreiche ist unübertroffen.

Beziehung zur Oberwelt

Drow scheuen die Oberfläche:

  • Sonnenlicht blendet sie
  • Sie fürchten und verachten Oberflächenbewohner
  • Verirrte werden getötet oder versklavt
  • Überfälle auf Grenzsiedlungen sind selten, aber brutal

Halbdrow

Halbdrow sind das Ergebnis von Misshandlung und Vergewaltigung menschlicher Sklavinnen durch Dunkelelfen – eine traurige Realität in den Unterreichen.

Schicksal

  • Die wenigsten kommen lebend auf die Welt
  • Viele werden von den Drow mitsamt der Mutter getötet
  • Lebende Halbdrow sind extrem selten

Eigenschaften

  • Weißes Haar (vom Drow-Elternteil)
  • Dunkelsicht
  • Natürliche Resistenz gegen Magie
  • Hautfarbe dunkler als menschlich, aber heller als Drow
  • Keine Lichtempfindlichkeit

Gesellschaftliche Stellung

Halbdrow werden noch mehr gehasst als Halbelfen:

  • Von Drow als unrein betrachtet
  • Von Menschen als Monster gesehen
  • Leben meist allein in der Wildnis
  • Manche werden Attentäter oder Söldner

Religion der Elfen

Der Animistische Glaube

Der Elfenkult ist sehr viel älter als die Sagen der Menschen. Anders als die Menschen haben Elfen keine Götter im eigentlichen Sinn, sondern verehren die Geister ihrer Umwelt.

Nach dem Elfenglauben hat jedes Tier, jede Pflanze und jeder Stein einen eigenen Geist. Menschen würden das als Seele bezeichnen, aber die Elfen wissen, dass diese schwer zu erfassende Energie mehr ist als ein Bewusstsein in einem Körper – es ist die Essenz des Seins selbst.

Spirituelle Praktiken

  • Kommunikation mit Baumgeisten, Tiergeistern, Steingeistern
  • Respekt vor der Natur als lebendem Netzwerk
  • Rituale zur Ehrung von Geistern vor der Jagd, vor der Ernte
  • Meditation statt Gebet – Elfen betteln nicht, sie suchen Harmonie

Leras als Ahnin

Während Elfen keine Götter im menschlichen Sinne verehren, erkennen sie Leras als ihre Urmutter an:

  • Sie ist keine Göttin, die man anbetet, sondern eine Kraft, die man respektiert
  • Bei Vollmond halten Elfen Vigilien
  • Manche Elfen pilgern ans Meer, um Leras nah zu sein
  • Der Mondwechsel wird gefeiert

Elfische Magie - Die Alten Strömungen

Die verbotenen "alten Strömungen" sind eine Form der Magie, die vor allem von Elfen praktiziert wurde:

Funktionsweise

  • Bezieht ihre Energie aus allem Lebendigen
  • Je mehr in der unmittelbaren Umgebung blüht und gedeiht, desto mächtiger
  • In einem lebendigen Wald ist ein elfischer Magier unbesiegbar
  • In einer Wüste oder Stadt ist die Macht schwach

Praktizierende

Einst praktizierten diese Magie:

  • Elfen – natürlich und instinktiv
  • Waldschrate – als Manifestation der Waldrache
  • Muhmen und Vetteln – verdorbene Formen
  • Dryaden und Feen – in ihrer reinsten Form
  • Menschliche Druiden – jene, die von Elfen lernten

Verbot in Tredanien

Nach dem Elfenkrieg wurde die Praxis der alten Strömungen in Tredanien strengstens verboten:

  • Druiden werden gejagt und hingerichtet
  • Die Verbindung zur elfischen Kultur ist zu stark
  • Tredanien duldet nur seine eigene, kontrollierte Magie

Die Herbstlinden

Die Herbstlinden, einst als Sturmlinden bekannt, sind die letzten Reste der elfischen Militärmacht:

Geschichte

  • Ursprünglich eine ausschließlich elfische Eliteeinheit
  • Leibgarde der elfischen Hohepriester
  • Meisterliche Schwertkämpfer und Magier
  • Nach dem Fall der Elfenreiche dem Widerstand zugewandt

Gegenwart

Eine nicht einmal 100 Mann starke Einheit, die:

  • Außenposten der Tredanier angreift
  • Kasernen überfällt
  • Dörfer plündert (oft als Vergeltung)
  • Sabotage betreibt

Für Tredanien sind sie Terroristen. Für die Elfen sind sie Freiheitskämpfer. Für die Anderlinge im Randgebirge sind sie Helden.

Bekannte Figuren

Eoinde, auch "die Tochter Nahilis" genannt, ist eine berüchtigte Halbelfe, die mit den Herbstlinden in Verbindung gebracht wird – als Kundschafterin und Attentäterin.

Elfen heute

Im Randgebirge

Die meisten Elfen flohen nach der Eroberung ins Randgebirge, wo sie gemeinsam mit Zwergen, Gnomen und Halblingen den Bergstaat der Anderlinge gründeten:

  • Leben vor allem in Eisensteig und Bilzen
  • Haben sich mit anderen Völkern arrangiert
  • Bewahren ihre Kultur, so gut es geht
  • Kämpfen weiter gegen Tredanien

In Tredanien

Die wenigen Elfen, die in Tredanien geblieben sind:

  • Leben im Spitzohren-Viertel von St. Jezma – einem Ghetto
  • Sind geduldet, aber unerwünscht
  • Arbeiten als Handwerker, selten als Händler
  • Werden diskriminiert und schikaniert
  • Viele leben in ständiger Angst

In den Stadtstaaten

In den südlichen Stadtstaaten, besonders in Sternhaf:

  • Werden Elfen weitgehend akzeptiert
  • Leben Menschen und Anderlinge relativ friedlich zusammen
  • Fahrende elfische Händler und Handwerker sind keine Seltenheit
  • Halbelfen finden hier am ehesten einen Platz

In den Unterreichen

In den Unterreichen leben vor allem Drow in in sogenannten Tempelfestungen. Das sind umgekehrte Zigurats, die von einer Mutter Oberin geführt werden. Wie viele Tempelfestungen es tatsäglich gibt ist nicht bekannt.

  • Leben unberührt von den Oberflächenkonflikten
  • Führen ihre eigenen, jahrhundertelangen Intrigen
  • Betrachten die Oberflächenelfen als Verräter

Elfische Lebensphilosophie

Zeitwahrnehmung

Für Elfen, die Jahrhunderte leben, bedeutet Zeit etwas anderes:

  • Ein Projekt, das 50 Jahre dauert, ist akzeptabel
  • Rache kann Generationen (von Menschen) brauchen
  • Freundschaften sind selten, aber wenn sie entstehen, für Jahrhunderte
  • Der Tod eines Elfen ist eine kosmische Tragödie – so viel Wissen geht verloren

Verlust und Melancholie

Fast jeder Elf trägt den Schmerz des Verlustes:

  • Verlorene Heimat
  • Ermordete Familie
  • Gestohlene Kultur
  • Verbannte Traditionen

Dieser Schmerz prägt die elfische Kunst:

  • Traurige Lieder über vergangene Größe
  • Gedichte über verlorene Liebe
  • Gemälde verlassener Städte
  • Tänze, die Abschied bedeuten

Beziehung zu anderen Völkern

Zu Menschen:

  • Tiefstes Misstrauen und oft Hass, trotz der Friedensbemühung seit General Lodra
  • "Sie leben so kurz und zerstören so viel"
  • Manche wenige erkennen, dass nicht alle Menschen gleich sind
  • Freundschaft mit einem Menschen ist extrem selten

Zu Zwergen:

  • Respektvolle Distanz
  • Ähnliches Schicksal verbindet
  • Kulturelle Unterschiede bleiben

Zu Halblingen:

  • Beschützend
  • Sehen in ihnen Unschuldige

Zu Gnomen:

  • Gute Zusammenarbeit
  • Schätzen deren Pragmatismus

Zu Drow:

  • Abscheu und Trauer
  • "Was wir hätten werden können, wenn wir das Licht verlassen hätten"

Die Zukunft der Elfen

Die Elfen von Verim stehen an einem Scheideweg:

  • Ihre Geburtenrate ist niedrig – ein Kind pro Jahrhundert gilt als normal
  • Die Tredanier vermehren sich schnell
  • Das Wissen der Alten stirbt mit jedem gefallenen Älteren
  • Die jungen Elfen kennen die alte Welt nur aus Geschichten

Manche glauben, die Elfenzeit sei vorbei. Andere glauben an eine Rückkehr – wenn die Bibliothek von En'Hie endlich geöffnet werden kann, wenn das verlorene Wissen zurückgewonnen wird.

Und dann gibt es jene, die flüstern: "Wenn wir nur wieder in die Traumlande gelangen könnten... wenn die Erbsünde vergeben würde... dann würden wir wieder zu dem, was wir einst waren."

Aber niemand weiß, wie.

Berühmte Elfen

Die Erzmagierin von Eisensteig Rylia.